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Start Jugendkonzept

Jugendrahmenkonzept der HSG Annen-Rüdinghausen

Die Handballabteilung des HSG Annen - Rüdinghausen strebt eine kontinuierliche Umsetzung und eine stetige Verbesserung des nachfolgend beschriebenen Konzeptes an.

 

“Spiel und Spaß bei der HSG Annen-Rüdinghausen

Neue Wege gehen die Handballer mit ihrer Jugend seit Anfang der Saison 2008/2009.Jetzt im Winter 2008 existieren in der Jugend Handballabteilung insgesamt 12 Mannschaften und die HSG hat ein neues Konzept entwickelt, das langfristig Erfolge zeigen soll. Grundlage dazu ist ein verändertes Denken im Umgang mit jüngeren Handballern. Hier wird der Erfolgsgedanke und falscher Ehrgeiz zumindest bei den bis zu  Zwölfjährigen zum Fremdwort - Spiel und Spaß sollen in allen alters Gruppen im Vordergrund stehen.

Beispiel aus der Praxis:

Abwehr: Alle Mann am Kreis. Der arme Kerl(das arme Mädchen)außen rechts muß die Arme heben, denn das fordert der Trainer, auch wenn der Ball zehn Meter weg ist. Nach vier, fünf Jahre “Arme hoch“ fehlt einfach die Lust darauf. Schwächere Spieler wurden eingesetzt, aber mit dem Spielgeschehen hatten sie wenig zu tun.

Unser Konzept verfolgt das Ziel gravierende Leistungsunterschiede zu verringern  aber auch talentierte Spieler zu fördern . Uns ist wichtig, Spaß am Handball zu vermitteln. Macht den Kindern etwas Spaß, steigert sich die Leistung oft allein. Der natürliche Spielbetrieb der Kinder darf nicht eingeschränkt werden.

Seit Anfang der Jahres hat man sich dazu Gedanken gemacht. So treffen sich die engagierten Übungsleiter einmal monatlich um die Jugendarbeit zu verbessern. Zu erst ging es noch um viel Organisatorisches, aber langsam wurde mehr daraus es entstanden Ideen und letztlich ein Gesamtkonzept, das von allen Trainern unterstützt und umgesetzt wird.

RAHMENTRAININGSKONZEPT der Handballabteilung

 

des HSG Annen-Rüdinghausen

Zusammengestellt von Peter Sorgenit

 

 

Jugendrahmentrainingskonzept 2008

Dieses Konzept soll der Information von Trainer/innen, Spieler/innen und Eltern dienen und befasst sich mit jeder Altersgruppe im Jugendbereich. Die Angaben sind als Leitfaden gedacht, um zu vermitteln was Spieler/innen in einem entsprechenden Altersabschnitt lernen sollten. Auf diese Grundlagen sollte der Trainer/die Trainerin der nächst älteren Mannschaft zurückgreifen können. Die Inhalte dieses Konzeptes basieren auf der DHB-Rahmenkonzeption. 

Jugendtraining darf nie ein abgeschwächtes Erwachsenentraining sein!

Der Spaß soll im Vordergrund stehen!

 


AlterTrainingsinhaltDeckungformationAngriff

Minis

Reaktionsfähigkeit
Gleichgewichtsfähigkeit
Beweglichkeit
Koordinationsparcours
kaum handballspezifische Aufgaben, Schlagwürfe, keine Sprungwürfe

minimales Üben, sehr viel Spielen

Manndeckungdie Kinder wollen den Ball und nicht in ein Schema gepreßt werden

NIE DEFENSIV!!!

Lieber verlieren und die ganze Mannschaft spielt, als durch einen Spieler gewinnen, aber der Rest des Teams bekommt keinen Ball

E-Jugend

Differenzierungsvermögen
Schlagwürfe, Beginn mit Laufwürfen und Sprungwürfen
Fallen lernen
einfache Täuschungen
Paß- und Lauftäuschungen

viel mehr spielen als üben

 

Manndeckung, entweder ab der Mittellinie oder über das ganze Feld

Übergang zur 1:5-Deckung (nicht 5:1!!!)

keine positionsspezifischen Einsätze
jeder spielt überall
keine Spielzüge
kein Freiwurfblock

D-Jugend

Rhythmusfähigkeit
Schnellkraft
Schnelligkeit
Langzeitausdauer (Aerobe Ausdauer)
Koordinationsparcours
Täuschungen
Prellen und Passen festigen
Schlagwürfe festigen, Laufwürfe, Sprungwürfe

mehr spielen als üben

Manndeckung

1:5-Deckung

keine positionsspezifischen Einsätze
Stoßbewegung
keine Spielzüge
kein Freiwurfblock
taktische Mittel:
  • Doppelpässe
  • Sperren

C-Jugend

Beweglichkeit
Schnelligkeit
Kraftausdauer
Langzeitausdauer
Kurzzeitausdauer (Anaerobe Ausdauer)
Schlagwurfvarianten
Sprungwürfe von allen Positionen festigen, Fallwurf festigen
komplexe Täuschungen
Paßhärte erhöhen, Ballsicherheit erhöhen

spielen und üben

1:5-Deckung 3:3-Deckung

eingestreut immer wieder Manndeckung

weiterhin auf mannschaftliche Ausgeglichenheit achten
einfache Ansätze ("Außeneinläufer"), Sperren mit und ohne Absetzen
Doppelpässe
Wechsel
Stoßbewegung
Gegenstoß 1. Welle
Beginn 2. Welle

B-Jugend

Schnellkraft
Kurzzeitausdauer
Maximalkraft
Kraftausdauer
Wurfvarianten festigen
Sprungwurfvarianten
Täuschungen festigen und beschleunigen
Ballsicherheit erhöhen

weniger spielen als üben

3:3-Deckung 3:2:1-Deckung

immer wieder Manndeckung einstreuen

Korrektes Stoßen
Gegenstoß 1. Welle
Gegenstoß 2. Welle
Positionswechsel
Einläufer von Außen
Auflösen von verschiedenen Positionen
Sperre mit Absetzen
Dynamik!

A-Jugend

Schnellkraft
Kraftausdauer
Maximalkraft
Varianten aller Würfe und Täuschungen
Ablauf aller Varianten unter "Streß"
Ballsicherheit erhöhen
Streßfestigkeit erhöhen

mehr üben als spielen

3:2:1-Deckung 3:3-Deckung 5:1-Deckung 6:0-Deckung

Manndeckung immer wieder einstreuen

Gegenstoß 1. Welle
Gegenstoß 2. Welle
Gegenstoßkonzept
Auflösen
Einlaufen
wenige komplexe "Spielzüge"
Dynamik erhöhen

 

Der langfristige Erfolg des neuen HSG Annen – Rüdinghausener Jugendkonzeptes kann bzw. wird sich erst in der Zukunft erweisen, ausschlaggebend dafür wird sein, ob es gelingt, die Jugendlichen mit Freude bis zum Seniorenbereich zu binden.

 Wir als Verein sehen unsere Aufgabe jedem sportliche Erfahrungen an bieten zu können  und den vorhandenen Ressourcen entsprechend, zu fördern.